Der Tourismus wilder Cetaceen (Wale und Delfine) nimmt zu, da viele Menschen mittlerweile erkennen, dass diese niemals artgerecht in Gefangenschaft gehalten werden können und somit wählen sie diese Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu bewundern.

Unzählige wissenschaftliche Studien zeigen jedoch, dass „Wale Watching“ und Schwimmen-mit-Delfinen Programme ein hohes Mass Stress für wilde Populationen darstellen können, vor allem, wenn er nicht reguliert ist und Richtlinien nicht befolgt werden. Verantwortungsloses Bootfahren löst Fluchtverhalten aus, wobei für das Überleben notwendige Energie unnötig verbraucht wird. Das natürliche Verhalten wird gestört und löst Veränderungen von Verhalten, Kommunikation und Gruppenstruktur aus.

Wiederholte Belästigungen können zu Schlafentzug und Unterversorgung der Kälber führen. Ausserdem besteht ein hohes Risiko an Verletzungen durch Bootpropeller. Beachten Sie, dass Delfin- und Waltourismus nur an Orten stattfinden kann, an denen sich die Tiere auch regelmäßig aufhalten. Die Tiere haben einen guten Grund, warum sie einen bestimmten Ort aufsuchen. Sei es zum Ausruhen, Kälber gebären, Nahrung finden, zum Schutz vor Fressfeinden oder zur Paarung. Störung kann dazu führen, dass sie ihre gewohnten Orte verlassen. Sehr oft haben sie diese Möglichkeit nicht, weil es für sie keinen anderen geeigneten Ort als Alternative gibt. Unverantwortlicher Wal- und Delfintourismus ist daher eine ernsthafte Bedrohung für das Überleben gesamter Delfinpopulationen.

Daher seien Sie ihrer Verantwortung als Kunde bewusst und wählen Sie einen Tourveranstalter mit Bedacht! Das grösste Naturerlebnis ist es doch, wenn das natürliche Verhalten eines Tieres mit geringstmöglichem Einfluss beobachtet werden kann.

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